Der ASKOHEAT+ / + 2.0 kann flexibel an unterschiedliche Systeme und Anwendungsfälle angepasst werden. Je nach vorhandener Infrastruktur und gewünschtem Automatisierungsgrad stehen mehrere Betriebsarten zur Verfügung.
Die fünf Hauptmodi unterscheiden sich hinsichtlich:
Stand-Alone Betrieb
Autarker Betrieb nach intern hinterlegten Parametern und Sensorwerten.
Es ist keine externe Steuerung erforderlich. Eine dynamische Regelung ist hierbei
nicht möglich.
Master Mode / PtH
Der ASKOHEAT+ / + 2.0 agiert als Master und kann selbstständig einen
angeschlossenen Slave abfragen, z. B. ein Smart Meter.
Slave Mode
Der ASKOHEAT+ / + 2.0 wird vollständig von einem externen Master
(z. B. Loxone, Smartfox, Home Assistant oder einem HEMS) gesteuert und
führt keine eigenen Regelungen mehr aus.
REST API
Zusätzlich kann der ASKOHEAT+ / + 2.0 über eine lokale REST-API
angesprochen werden. Externe Systeme senden JSON-Befehle per HTTP,
um Parameter auszulesen oder direkt zu steuern – ideal für individuelle
Smart-Home-Integrationen.
Analogeingang (0–10 V)
Ermöglicht eine stufenlose Leistungssteuerung über externe Systeme.
Die Zuordnung von Spannung zu Heizleistung erfolgt linear.
Im Stand-Alone-Modus kann der ASKOHEAT+ / + 2.0 auf mehrere Arten angesteuert werden:
Steuerung über die Wärmepumpenanforderung (Freigabe-Signal)
Viele Wärmepumpen verfügen über ein Freigabe-Relais, das bei Warmwasserbedarf
ein Schaltsignal ausgibt. Der ASKOHEAT+ / + 2.0 kann dieses Signal über
den Steuereingang auswerten.
Minimaltemperatur
Verhindert, dass die Speichertemperatur unter einen definierten Mindestwert fällt,
z. B. zum Frostschutz oder zur Sicherstellung der Grundversorgung mit Warmwasser.
Niedertarif- (Low-Tariff-) Steuerung
Ermöglicht das gezielte Heizen innerhalb eines frei definierbaren Zeitfensters.
💡 Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Zusatzprogramme.
Der ASKOHEAT+ / + 2.0 kann über drei externe Steuerkanäle Energiewerte erhalten, um den Heizvorgang zu aktivieren.
Der Load-Feed-in-Modus ermöglicht eine überschussbasierte Steuerung, bei der die Einspeisung ins Netz als Regelgröße genutzt wird.
Sobald überschüssige Energie erkannt wird, passt der ASKOHEAT+ / + 2.0 seine Leistungsstufen dynamisch an und schaltet die nächsthöhere Stufe hinzu.
Um häufiges Schalten der Relais zu vermeiden und eine stabile Regelung zu gewährleisten, wird eine minimale Einspeisung von ≥ 50 W als Reserve berücksichtigt. Diese gleicht Produktionstoleranzen der Heizelemente aus und verhindert ein permanentes Ein- und Ausschalten an der Schwellgrenze.
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Mit dem Load Setpoint wird der ASKOHEAT+ / + 2.0 auf eine feste Leistungsaufnahme geregelt. Anstelle der Einspeisung arbeitet das Gerät auf eine definierte Leistungsvorgabe hin.
Dieser Modus eignet sich besonders für:
Im Heater-Step-Modus erfolgt die Steuerung über vordefinierte Leistungsstufen, die abhängig von den Netzbedingungen geschaltet werden.
Der ASKOHEAT+ / + 2.0 arbeitet dabei in festen Stufen
(z. B. Stufe 1 = 800 W, Stufe 2 = 1,6 kW usw.), anstatt stufenlos geregelt zu werden.
Im Slave-Modus verhält sich der ASKOHEAT+ / + 2.0 vollständig passiv und übernimmt keine eigene Regelung mehr.
Er agiert als reiner Empfänger von Steuerbefehlen eines übergeordneten Systems (z. B. Energiemanager oder Automatisierungssystem).
Externe Vorgaben umfassen unter anderem:
Diese Befehle werden direkt umgesetzt. Interne Parameter wie Temperaturgrenzen oder Hysterese bleiben bestehen, greifen jedoch nicht aktiv in die Regelung ein.
Alternativ kann der ASKOHEAT+ / + 2.0 über eine offene REST-API angesteuert werden.
Ein externes System (z. B. Energiemanager, Home Assistant oder individuelle Steuerung) kommuniziert dabei direkt über das lokale Netzwerk mit dem Gerät.
Der analoge Eingang ermöglicht die Ansteuerung des ASKOHEAT+ / + 2.0 über eine externe Spannung im Bereich von 0 bis 10 Volt.
Diese Betriebsart eignet sich besonders für industrielle Systeme ohne Modbus- oder Netzwerkschnittstelle, die jedoch analoge Steuersignale bereitstellen.
Die Hysterese bestimmt, wie empfindlich der ASKOHEAT+ / + 2.0 auf Spannungsschwankungen reagiert.

Der ASKOHEAT+ / + 2.0 unterstützt die Kommunikation über Modbus – ein weit verbreitetes Industrieprotokoll zur Steuerung und Abfrage von Geräten.
Unterstützte Varianten:
Der Master fragt aktiv Daten beim Slave ab und empfängt Antworten. Der Datenfluss ist unidirektional – der Slave sendet Daten ausschließlich als Antwort auf eine Anfrage.
Die Kommunikation erfolgt über vordefinierte Register, in denen Werte wie:
Bei Modbus RTU erfolgt die Übertragung über eine zweiadrige RS485-Busleitung (A/B-Leitung) mit differenziellem Signal.
Wichtige Voraussetzungen:
Modbus TCP nutzt dasselbe Protokollprinzip wie Modbus RTU, jedoch über ein Ethernet-Netzwerk.
| Modbus RTU (RS485) | Modbus TCP (IP) |
|---|---|
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| Beispiel: ASKOHEAT+/+ 2.0 (Master) fragt 3 verschiedene Energiezähler ab. |
Beispiel: ASKOHEAT+/+ 2.0 (Master) fragt Huawei Wechselrichter (Slave) ab. |